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Metadaten automatisch setzen – neue Funktion in Schema ST4

Auf der diesjährigen SCHEMA Conference hat Quanos als Hersteller von SCHEMA ST4 eine neue Funktion vorgestellt, die aufhorchen lässt: In Kooperation mit der plusmeta GmbH ist es gelungen, komplette Bestände oder auch neu erstellte Informationseinheiten automatisiert mit Metadaten auszuzeichnen.

Künstliche Intelligenz hilft bei der Vergabe der SCHEMA ST4-Metadaten.

Dadurch kann Zeitaufwand für die manuelle Verschlagwortung eingespart werden. Wie das funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie funktioniert's?

Der Technische Redakteur wählt die Knoten aus, die verschlagwortet werden sollen. SCHEMA ST4 lädt die Knoten in eine von plusmeta entwickelte Cloudlösung, der sogenannte ST4 AI Cube. Künstliche Intelligenz in der Cloud analysiert die Knoten mit Hilfe von vier verschiedenen Verfahren und schlägt Metadaten aus vorhandenen Taxonomien vor.

Zu diesen Verfahren gehören:

  • die regelbasierte Prüfung nach Dokument- oder Produkttypen
  • die Kenntnis von Produktzusammenhängen (Knowledge Graph)
  • und die Extraktion von vorhandenen Metadaten.
  • eine Volltextanalyse.

Anhand der Texte in den analysierten Knoten lernt das System weiter hinzu (Maschinenbasiertes Lernen).

  • Bild: plusmeta GmbH

Bleibt da noch was für den Redakteur?

Die Bedienung des ST4 AI Cube ist denkbar einfach gehalten, da der Benutzer schrittweise geführt wird.

Das Konzept sieht ausdrücklich vor, dass ein Redakteur die vorgeschlagenen Metadaten prüft und ggf. zurückweist oder anpasst. Erst nach dieser Prüfung werden die Metadaten nach ST4 zurückimportiert. Die manuellen Korrekturen werden an das System zurückgeliefert - das System validiert die Metadaten und lernt anhand der Ergebnisse weiter.

Bei der Analyse werden Meta-Metadaten erfasst:

  • Wer hat den Wert des Metadatums gesetzt?
  • Mit welchem Verfahren?
  • Wie ist der Abnahmestatus?

Diese Meta-Metadaten werden beim Import der Metadaten nach ST4 basierend auf dem neuen Standard für Meta-Metadaten VDE SPEC 90009 ebenfalls importiert. Damit ist der ST4 AI Cube die erste Anwendung, die diesen neuen Standard einsetzt.

Selbst Bilder sollen auf diese Art verschlagwortet werden können. Allerdings wird dabei nicht die Bildinformation ausgewertet, sondern vorhandene Textinformation wie der Dateiname oder der Titelzusatz werden ausgewertet, und die Metadaten damit vervollständigt.

Ab wann ist die neue Funktion in Schema ST4 verfügbar?

Das Beste zum Schluss: Noch in diesem Jahr soll der ST4 AI Cube veröffentlicht werden. ST4 AI Cube ist bereits verfügbar in Version 2021 SP1.

Die Hauptanwendungsmöglichkeit sehen wir darin, große Datenbestände nachträglich mit zusätzlichen Metadaten zu versehen, zum Beispiel bevor sie auf einem Content Delivery Portal bereitgestellt werden können.

Es bleibt spannend abzuwarten, ob die künstliche Analyse so intelligent ist, dass sie auch neu angelegte Knoten ohne manuell zugewiesene Metadaten sinnvoll verschlagworten kann.

Davon wollen Sie mehr erfahren?

Fragen Sie bei uns nach! Wie sind zertifizierter Quanos Content Solutions-Partner (ehemals Schema). Wir beraten Sie gerne rund um die Themen Redaktionssystem, Metadaten und Metadatenkonzept. Damit Sie Zeit für andere Dinge finden.

Rufen Sie uns direkt an und vereinbaren Sie einen Termin zur Erstberatung:
+49 (641) 250 391-14

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Der Autor

  • Autor bei commatec

Thomas Schwarzer ist Technischer Redakteur bei commatec. Als Elektroingenieur ist er bei commatec seit 2006 Projektleiter für die Erstellung von Dokumenten in den Bereichen Medizingeräte und Maschinen-/ Anlagenbau. In zwei früheren beruflichen Stationen hat er Produkte der Antriebstechnik und der Heiztechnik dokumentiert.

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