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Schnelle Hilfe Utility Film - Anleitungsfilme kostengünstig erstellen

Wenn es in der Doku-Abteilung wieder schnell gehen muss, dann liegt es an Situationen wie diesen: Das Unternehmen hat an einer Maschine eines bestimmten Typs eine konstruktive Änderung durchgeführt. Diese Änderung muss nun durch den Service weltweit an allen Maschinen angepasst werden. Sie brauchen ein Medium, das schnell an alle Servicemitarbeiter in den Vertretungsländern übergeben werden kann. Das Medium sollte sprachunabhängig sein, damit alle Servicemitarbeiter die Handlungen verstehen können.

In diesem Fall kann ein Utility-Film helfen. Sie denken bestimmt an eine aufwendige Film-Produktion. Es geht aber auch anders. Sie können einen Utility-Film auch mit wenig Aufwand erstellen, wenn Sie den Anspruch nicht an den Bildqualitäten einer Werbefilmproduktion messen.

  • Aus der Hand gefilmt - spart Zeit und ist für manche Anwendungsfälle eine kostengünstige Alternative

Keine aufwendigen Filmsets

Für die schnelle Hilfe muss am Filmset gespart werden. So wird bei der Produktion auf ein Stativ verzichtet und aus der Hand gedreht. Dabei sparen Sie die Zeit, die für das Positionieren und Justieren des Stativs anfällt. Etwas wackelig werden die Aufnahmen schon, doch das ist für diese Zielgruppe und Anwendung unerheblich.

Sie arbeiten mit dem verfügbaren Licht. Das aufwendige Licht-Set muss daher nicht für jede Szene und jeden Clip neu gesetzt werden. Wie bei allen Utility-Filmen wird 'auf Schnitt gedreht'. Für Sie bedeutet das, dass Sie keine aufwendigen Schnittarbeiten in der Postproduktion einkalkulieren müssen.

Der Inhalt der Clips muss nur für die entsprechende Zielgruppe aufgearbeitet werden - nicht mehr und nicht weniger.

Wird das Einsparungspotenzial berücksichtigt, entsteht ein kostengünstiger, zeitsparender und dennoch effizienter Utility-Film.

Am einfachsten - und damit am schnellsten - lassen sich linear ablaufende Handlungen darstellen. Das bedeutet in unserem Fall, dass der Servicearbeiter anhand des Anleitungsfilms die konstruktiven Änderungen an der Maschine Schritt für Schritt abarbeiten kann. Er muss sich so beispielsweise nicht für eine von mehreren Montagemöglichkeiten entscheiden. Er folgt einfach dem Anleitungsfilm.

Mit steigender Komplexität der Handlung wird auch der Utility-Film aufwendiger. Dies gilt auch, wenn die Zielgruppe mit tiefgreifendem Wissen versorgt werden muss, damit sie die Arbeiten sicher durchführen kann.

Projekt im Vorhinein planen

Damit alle Informationen angemessen übermittelt werden, ist auch für einen schnellen Filmdreh Planung unabdingbar. Der Redakteur benötigt Angaben wie:

  • Art des Inhalts und Komplexität
  • Informationen zur Zielgruppe
  • Anzahl der Handlungsschritte
  • Entscheidungsmöglichkeiten, die dem Servicearbeiter zur Verfügung stehen

Für den Dreh brauchen Sie eine Person, die als Protagonist alle Handlungen für die Kamera vorbildlich und fachlich korrekt ausführt. Das heißt auch, dass der Protagonist ordnungsgemäß Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen muss, wenn Schutzkleidung aus Sicherheitsgründen verlangt wird. Sicherheitsaspekte müssen bei all der Eile beachtet werden.

Legen Sie sich vor Drehbeginn alle notwendigen Werkzeuge zurecht. Auch die Maschine, an der die Handlungen gezeigt werden, muss den aktuellen Stand abbilden und für den Dreh bereitgestellt werden. Nicht selten wird Letzteres sogar bei all der Hektik vergessen, was zu Verzögerungen führt.

Stände ein Werbefilm an, würden Sie die Maschine jetzt säubern und von jeglichen Fingerabdrücken befreien. Das sparen wir uns für die schnelle Variante. Denn die Arbeiten können auch an einer verschmutzten Maschine ausgeführt werden - wenn in der Betriebsanleitung nicht weiter ausgewiesen.

Das ist möglich

Je nach Aufwand kann ein Utility-Film so innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen zur Verfügung gestellt werden. Sparen Sie auch hier Zeit: Stellen Sie den Film einfach auf Ihrer Webseite zum Download bereit.

Der Autor

  • Autor bei commatec

Sven Glöckner startete im Jahr 2000 als Quereinsteiger in der Technischen Redaktion. Als Erfahrungsschatz dient ihm sein Studium zum Staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Maschinentechnik und praktische Erfahrungen. 2010 bildete er sich zum Redakteur für Utility-Filme weiter. Bei commatec erstellt er umfangreiche Anlagendokumentationen und Servicehandbücher für u. a. Verpackungsmaschinen und Koordinatenmessgeräte. Sein Schwerpunkt liegt zudem auf der Produktfotografie.

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